COLLAGEN

Resonanzkörper 1 | 2014
Resonanzkörper 1 | 2014
Resonanzkörper 2 | 2014
Resonanzkörper 2 | 2014
Resonanzkörper 3 | 2014
Resonanzkörper 3 | 2014
Schwingung 1 | 2014
Schwingung 1 | 2014
Schwingung 2 | 2014
Schwingung 2 | 2014
Resonanzkörper 2 | Detailaufnahme
Resonanzkörper 2 | Detailaufnahme

„Wie funktioniert Ordnung?“ – über die Collagenserien Mikrokosmos, Verpuppung und Resonanz

 

Der Umgang mit Texturen, mit Textilem war nicht nur Inhalt meines Designstudiums, sondern vor etwa 15 Jahren auch der Ausgangspunkt meiner künstlerischen Tätigkeit. Nach wie vor ist es für mich das ideale Material, um die Fülle der Erscheinungen und das, was dahinter liegt, sichtbar zu machen.

 

Die Zartheit des Materials und die oft hauchdünnen filigranen Texturen spielen dabei eine große Rolle, denn sie ermöglichen Schichtungen und dadurch den Blick in die Tiefe. Wie funktioniert Ordnung?  Wo sind ihre Spuren in der Vielzahl der Erscheinungen zu erkennen ? – diese Frage finde ich spannend.

 

Sie war Thema meiner ersten Collagen, der Mikrokosmen, in denen feinste Binnenbewegungen wahrnehmbar sind. Im Vordergrund stand aber der quasi schwebende Zustand dieser Systeme. Bisweilen erinnern sie an Aufnahmen unseres Planeten aus dem Weltall. In der Serie Verpuppung beschäftigte ich mich mit dem quasi verzauberten Zustand vor dem Erscheinen der endgültigen Gestalt.

 

Zu Beginn meines künstlerischen Schaffens arbeitete ich ausschließlich zweidimensional. Mit der Zeit, und dies war ein ganz langsamer Prozess, begannen sich meine Collagen mehr und mehr reliefartig auszudehnen. Formal sichtbar wurde dies an der zunehmenden Miteinbeziehung linearer Elemente, die für mich stets formale Mittel der Bewegung sind.Der thematische Ansatz änderte sich entsprechend: Feinstoffliche Energie, Schwingung, letztlich also Bewegung wurde zum Thema der Resonanz –Serie. Und dies bildete schließlich den Übergang zu den linearen Objekten.