Bewegtheit, Transparenz und schwebende Leichtigkeit -
eine Fülle an Linien scheint in Bewegung versetzt zu sein...
Im Zentrum meiner künstlerischen Arbeit steht die Linie. Sie verkörpert für mich die Potentiale von Bewegung, Rhythmus, Spannung und Veränderung und ist Ausgangspunkt einer eigenen Bild- und Raumsprache, die ich seit ungefähr 10 Jahren kontinuierlich entwickle.
Meine Arbeiten entstehen in zwei Werkbereichen: Abstrakte Malerei in Tusche, Acryl und Sprühfarbe einerseits, und dreidimensionale Objekte aus Peddigrohr, einem Naturmaterial, das ich in einem aufwendigen Formungsprozess in freie, räumliche Liniengebilde übersetze.
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W ie in den Serien linearer Objekte ist auch in der Malerei Bewegung, und noch mehr Schwingung, das Thema. Das Unsichtbare in eine sichtbare Form übersetzen
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D ie malerische Bewegung entsteht aus der Empfindung meiner Körperbewegungen heraus. Ich male vorwiegend am Boden, weil der Bewegungsradius so am größten ist.
Bewegung entsteht aber auch indirekt durch die zeitliche Abfolge, indem ich die Linien aufeinander reagieren lasse. Eine Linie beginnt, die anderen schwingen mit. Ein intuitiv-lebendiger und offener Entstehungsprozess.
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D ie Peddigrohr-Durchmesser meiner Objekte variieren in einem Spektrum von 2mm bis 30mm. Entsprechend zart und filigran oder kraftvoll und wuchtig sind die Objekte.
Bei der – dauerhaften – Formung des vordergründig gesehen spröden Materials Peddigrohr ist kraftvolles Zupacken, zugleich aber feinfühliges inneres Spüren nötig. Dessen Grenzen zu achten und den Bogen im wörtlichen Sinn nicht zu überspannen, bedeutet in der Konsequenz ein ständiges Austarieren der Möglichkeiten dieses Werkstoffs.
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W as mich von Anfang an interessierte, war die Möglichkeit, energetische Prozesse mit diesem Material abzubilden. Panta rhei in der künstlerischen Übersetzung. Momentaufnahmen der ununterbrochenen Wandlung der Gestalt.
Parallel dazu wirken die Bilder der TransLINEAR-Serie mit ihren vielen Überlagerungen und Transparenzen wie Ausschnitte von Bewegungsmustern, die in ihrer Fülle wie vibrierende Schwingungen erscheinen.
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E in wichtiger Aspekt – und auch der zeigt sich über Bewegung, nämlich die des Betrachters – ist der Perspektivwechsel. Aufgrund der Linearität der Objekte und ihrem hohen Anteil an Leerraum, ergeben sich bei minimalen Bewegungen immer wieder neue Ansichten.
Optisch verändert sich das Objekt also permanent mit dem Standortwechsel des Betrachters.
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Wenn Beleuchtung ins Spiel kommt, projizieren sich die Peddigrohrlinien als Schattenlinien auf die Wand, wodurch ein interessantes räumliches Miteinander von Dreidimensionalität und Zweidimensionalität entsteht. Auch hier ergeben sich, je nach Lichtposition und Standort des Betrachters, immer wieder neue Bilder und Eindrücke.
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Die Farbgestaltung der LINEARobjects ist alles andere als monochrom. Und sogar bei den naturfarbenen Objekten schimmern einzelne Partien in perlmuttartigen Rosé- oder Orangetönen und unterbrechen auf diese Art jede Form von Monotonie. Oft in mehreren verschiedenfarbigen Schichten aufgetragen, werden diese an einzelnen Stellen bewusst wieder aufgebrochen, sodass diese “Verletzungen” den Blick in das, was darunter liegt, freilegen.
Partiell eingesetzte Interferenzfarben werden matten oder transparent wirkenden Farbpartien gegenübergestellt. So zeigt sich über die Farbigkeit eine reiche Palette an Strukturkontrasten, wodurch auf ganz eigene Art der Eindruck von Lebendigkeit und Bewegtheit entsteht.
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CURRICULUM VITAE
VITA
1961 — Geboren in München
1983 – 1988 — Modedesign-Studium (Dipl.) an der Fachhochschule für Gestaltung Pforzheim
Seit 1988 — freiberufliche Designtätigkeit
Seit 2004 — freischaffende Künstlerin
2010 — Erste Preisträgerin von ‚Kunst im Landkreis Ravensburg‘
Seit 2016 — Lehrauftrag für Zeichnen/Skizzieren an der Hochschule Ravensburg –Weingarten
Ab 2017 — vertreten durch die Galerie 21.06 in Ravensburg
Seit 2018 — Kunstlehrerin am Gymnasium St.Konrad in Ravensburg
Seit 2024 — vertreten durch die Galerie Uli Lang in Biberach
AUSSTELLUNGEN
2017 — Sommer-Intermezzo „Airlines and landscapes“ zusammen mit Luis Dilger in der Galerie 21.06 Ravensburg
2017 — „Airlines“ – Ausstellung in der Galerie Rasch in Kassel
2017 — „geschichtet“ – Ausstellung des Kunstvereins Markdorf anlässlich des 800-jährigen Stadtjubiläums
2018 — „Mit fliegendem Stift“ – Ausstellung im Kulturzentrum Linse in Weingarten
2019 — „ultraLINES„ Ausstellung in der Sparkassengalerie in Ravensburg
2020 — Sommer-Salon in der Galerie 21.06 in Ravensburg
2021 — „Ansichtssache“ in der Galerie 21.06 Eva Gieselberg, Fotografie. Gabriele Janker-Dilger, Objekt
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